Werden Sie Teil eines großartigen Netzwerkes von Bürgern für Bürger!

Freifunk_logoAb Okto­ber wird eine weit­ere Erstauf­nah­meein­rich­tung (EAE) in Egge­bek als Con­tain­er­dorf in Betrieb gehen. Der Zugang zum Inter­net erle­ichtert die Ori­en­tierung im neuen Land und die Kom­mu­nika­tion mit der Fam­i­lie. Zugang zu den mod­er­nen Kom­mu­nika­tion­snet­zen darf kein Luxus darstellen, in vie­len Län­dern ist ein freier Zugang via WLAN zum Inter­net nor­mal, nur in Deutschland haben wir kaum freie Zugänge.

Wir als Frei­funker wur­den vom Land SH gefragt ob wir diese Ein­rich­tun­gen mit einem Frei­funk WLAN ausstat­ten kön­nen. Das Land wird uns einen Zugang zum Netz bere­it­stellen, sobald die dort arbei­t­en­den Organ­i­sa­tio­nen sel­ber mit Landesnetz aus­ges­tat­tet wor­den sind. Wir unter­stützen heute schon mehrere Ein­rich­tun­gen dieser Art in Schleswig-Hol­stein so wie auch in anderen Bun­deslän­dern. Hier in Egge­bek wer­den bis zu 500 Plätze mit Schlaf-, Schu­lungs- und Aufen­thalt­sräu­men entste­hen. Um diese Ein­rich­tung zu ver­sor­gen wer­den wir viele Frei­funk Router benöti­gen, wahrschein­lich wer­den wir auch neben dem über das Land bere­it­gestell­ten Zugang weit­ere Uplinks benöti­gen. Die Pla­nung dieses Net­zw­erks ist nun ange­laufen um möglichst schnell nach Ein­rich­tung der EAE auch den Zugang zum WLAN-Net­ze zu ermöglichen.

Asy­lun­terkün­fte sind aber nicht nur die EAE’s im Land son­dern auch die Heime und Woh­nun­gen in denen die Asyl­suchen­den wohnen. Diese Ein­rich­tun­gen wer­den lokal von den Gemein­den oder von freien Trägern betrieben, hier wird es lei­der keine Unter­stützung durch Net­z­zugänge über das Land SH geben. An diesen Orten sind wir auf Nach­barn angewiesen die sich bere­it erk­lären einen Frei­funk-Router als Zugangspunkt bere­it zu stellen.

Als Anwohn­er oder Anlieger kön­nten Sie diesen Men­schen, aber auch Ihren Nach­barn oder Kun­den, die Ihre Geschäfte besuchen, die Möglichkeit geben, das eigene WLAN mit ihnen zu teilen. Ob Sie dies aus Grün­den der Sol­i­dar­ität oder, weil Sie ihre Laden­fil­iale für Kun­den etwas attrak­tiv­er gestal­ten wollen, bleibt Ihnen über­lassen.

Frei­funk ist ein Zusam­men­schluss von engagierten Men­schen, die Sie dabei unter­stützen kön­nen.

Unser Ziel ist, große Teile der Orte mit WLAN Net­zen kosten­los und offen zu ver­sor­gen, so dass ohne Zwang zur Reg­istrierung oder Bezahlung eine Nutzung für jed­er­mann möglich ist. Grund­prinzip­i­en sind, das teilen des eige­nen Inter­ne­tan­schlusses, wobei das rechtliche Risiko mit­tels der Umleitung des Daten­verkehrs ins Ausland, in dem keine Stör­erhaf­tung beste­ht, gemildert wird. Die Förderung eines gemein­samen Net­zes das von Bürg­ern für Bürg­er aufge­baut und betrieben wird und die Ver­mit­tlung von Wis­sen um die Net­zw­erk­tech­nik ist eine Zen­trale Auf­gabe der Frei­funker.

Durch das Auf­stellen eines Frei­funk-Routers, der an Ihren beste­hen­den Inter­net-Router angeschlossen wird, kann ein ein­stell­bar­er Anteil Ihres Inter­net­zu­gangs gefahr­los mit anderen Nutzern geteilt wer­den. Mit dieser Bere­itschaft tun Sie nicht nur Ihren Mit­bürg­ern einen Gefall­en, son­dern brechen damit die stren­gen Mod­elle von Betreiber und Kunde auf, denn Sie selb­st betreiben einen Teil des Net­zw­erks, lassen es weit­er wach­sen und kön­nen es in gle­ichem Maße bei anderen nutzen, die sich eben­falls für Frei­funk engagieren und einen Zugangspunkt betreiben.

Frei­funk stellt freie WLAN-Zugänge in über 100 Städten und Gemein­den in Deutschland bere­it.
Die Frei­funker in Flens­burg so wie in Kiel und Lübeck stellen heute schon mehrere hun­dert Zugangspunk­te zum Netz bere­it. Nun wird mit Frei­funk-Nord auch für die ländlichen Bere­iche eine Keimzelle geschaf­fen um dort in kleinen Gemein­den inter­essierten Bürg­ern den Zugang zum Frei­funk zu ermöglichen. Darüber hin­aus gibt es in vie­len Län­dern weltweit, ähn­liche Bewe­gun­gen die freie WLAN-Net­ze auf­bauen, so zum Beispiel „guifi“ in Südspanien oder „Funk­feuer“ in Öster­re­ich.

Wir möcht­en Frei­funk Inter­essierte hier in der Region zusam­men brin­gen denn der Auf­bau von Tech­nik, das Betreiben der Gate­ways und die Koor­di­na­tion und Entwick­lung von Frei­funk muss eine gemein­schaftliche Auf­gabe sein, Einzelkämpfer kön­nen dieses nicht leis­ten. Wir benöti­gen Spon­soren die Hard­ware und Uplink Kapaz­itäten bere­it­stellen kön­nen um auch in unser­er Region ein gut funk­tion­ieren­des WLAN-Netz zu betreiben. Wer­den sie Teil dieser Bewe­gung, ermöglichen sie uns den Zugang zu höheren Gebäu­den um von dort Richt­funk WLAN Streck­en aufzubauen. Jed­er kann sich beteili­gen und so die Frei­funk-Wolke zu erweit­ern.

Falls Sie ein Teil der Bewe­gung wer­den wollen und ihren Mit­men­schen, einen Teil ihres Inter­net­zu­gangs kosten­los über­lassen wollen, melden Sie sich unter freifunk@oktarp.de und sehen Sie sich auf der Inter­net­seit­en http://oktarp.de/category/freifunk , http://freifunk-flensburg.de/ oder http://freifunk.in-kiel.de/ um.

Eine Deutschland Karte der frei­funker gibt es unter http://www.freifunk-karte.de/

Als Stör­erhaf­tung wird die aus ein­er Gericht­sentschei­dung abgeleit­ete Mithaf­tung für offene WLANs beze­ich­net. Sie schafft ein Gefühl der Bedro­hung für alle, jene das WLAN mit Nach­barn teilen wollen. Um diese zu umge­hen, leit­en wir über Frei­funk anfal­l­en­den Daten­verkehr über sog. VPN-Tun­nel und kön­nen so alle aus der juris­tis­chen Ver­ant­wor­tung befreien, die mit­tels Frei­funk auch ein freies WLAN zur Ver­fü­gung stellen wollen. Ein entsprechen­der Geset­zen­twurf der Bun­desregierung bietet in der aktuellen Fas­sung lei­der nur einen unzure­ichen­den Schutz und ver­schlim­mert die Sit­u­a­tion lei­der. Hier treten die Frei­funker als Lob­by­is­ten für die Dig­i­tale Gesellschaft auf um, soweit wie es einem Vere­in möglich ist, diese Sit­u­a­tion noch zu verbessern. Solange es aber keinen geset­zlichen Schutz vor der Stör­erhaf­tung eines WLAN Anbi­eters gibt müssen wir den Verkehr ins Ausland umleit­en.

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